26. April 2010
Nur wenige Schritte entfernt von hier fließt die Altmühl. Ich bräuchte lediglich eine Luftmatratze und etwas Zeit, dann könnte ich mich gemütlich vom Fluss gen Süden treiben lassen – wie letztes Jahr sehr erfolgreich bereits erprobt wurde – und würde schließlich zur Donau gelangen. Der Weg würde weiter nach Südosten führen und nach einigen Flusskilometern würde ich den Unterlauf der Donau und die historische Provinz der Dobrudscha in Rumänien erreichen. Soweit zumindest die Theorie.
Tatsächlich habe ich am 5. April eine schnellere und modernere, wahrscheinlich aber stressigere und unromantischere Variante gewählt indem ich vom Franz Josef Strauß Flughafen München an Bord eines Airbus innerhalb von weniger als zwei Stunden zum Flughafen Henri Coanda bei Bukarest geflogen und anschließend mit dem Bus in mehr als drei Stunden nach Constanţa gefahren bin. Anlass der Reise war meine dreiwöchige Teilnahme an einem Forschungsprojekt, die gleichzeitig als Große Exkursion für mein Studium angerechnet werden wird.
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18. November 2009
by aikijuanma
Im Rahmen der Exkursion durch Südskandinavien im September dieses Jahres haben wir natürlich auch das Historika Museet, das Staatliche historische Museum Schwedens, in Stockholm besucht. Dem Konzept der Ausstellung entsprechend, verfolgt auch die Abteilung Vorgeschichte das Leben fiktiver Person jenes Zeitraums und versucht verschiedene Aspekte ihres Lebens anhand von Funden aber auch von bereits erfolgten interpretativen Rekonstruktionen zu beleuchten. Viel mehr hat mich allerdings der Teil des Museums, welcher den durchschnittlichen Museumsbesucher wohl am wenigsten ansprechen dürfte, beeindruckt:
Nach der Vorgeschichte findet man sich in einem Flughafenterminal wieder, in dem Sitzbänke stehen und Lautsprecherdurchsagen erschallen; in dem aber auch verschiedene Räume auf eine Reise durch Zeit und Raum einladen.
Davon begeistert, habe ich mir im Museumshop das Begleitheft¹ zu diesem Teil der Ausstellung gekauft, das mich mit seinen Texten noch viel mehr entzückt hat.
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17. November 2009
Das Schreiben von Hausarbeiten ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil eines Studiums – zumindest wohl im Gebiet der Geisteswissenschaften und eben auch in meinem Fach -, sondern auch schlichtweg viel Arbeit. Der größte Teil der aufzubringenden Zeit dürfte wohl für Recherchearbeit und das Anlesen von Wissen beansprucht werden, dann benötigt man jedoch auch Zeit, um über das neu erworbene Wissen nachzudenken und schließen natürlich, um die Essenz der bisherigen Untersuchung schriftlich zu fixieren (Dabei lernt man sich oft unnötig komplizierte und abgehobene Sprache an, wie ich das hier gerade exemplarisch vorführe.
).
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12. November 2009
Erneut ein Brief aus Südafrika. Nachdem die beiden vorherigen bereits falsch adressiert waren, habe ich jeweils in einer eMail auf die richtige Adresse hingewiesen. Nun, der Empfänger des Briefs vom 10. Oktober, der am 12. November ankam, war erneut nicht korrekt.
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4. November 2009
… entsteigt so mancher Gedanke, welcher auch heute noch seine Faszination und Geltung besitzt. So schreibt Jean-Jacques Rousseau in seiner Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen von 1755:
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1. Oktober 2009
Zurück aus Skandinavien – Norwegen und Schweden, Bericht folgt – bin ich bereits wieder an einem weiteren bisher unbekannten Ort angekommen: In Breitenbach im Burgenlandkreis, südliches Sachsen-Anhalt, zwischen Gera und Zeitz gelegen – bei der Ausgrabung des jungpaläolithischen Siedlungsplatzes Breitenbach.
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11. September 2009
The trumpet of a prophecy! O Wind,
if Winter comes, can Spring be far behind?
// Percy Bysshe Shelley, Ode to the West Wind (1819)
So langsam kommt der Winter, jedenfalls fühlt es sich so an. Schön waren die Tage, an denen ich im heißen Sonnenschein auf der Hofbank sitzen und je nach Laune zwischen kühlem Radler und dem Verfassen meiner Hausarbeit wählen konnte. Nicht nur ist jene Bank derzeit über 200 km entfernt, mittlerweile friert es mich sogar wieder. Der Winter kommt unaufhaltsam. Doch, hören wir auf den großartigen Dichter, mit jedem Tag, den sich der Winter nähert, nähert sich auch bereits wieder der Frühling. Und so verhält es sich nicht nur mit Jahreszeiten, sondern auch mit allerlei anderen Dingen.
Die Bewerbung an der University of the Witwatersrand wurde noch immer nicht mit einer Zusage oder Absage beantwortet. Lediglich ein Brief, der fast einen ganzen Monat unterwegs war, forderte mich dazu auf, meine Personalausweisnummer so schnell wie möglich nachzureichen. Dies ist auch geschehen und ich gehe davon aus, dass ich in Kürze von der Entscheidung aus dem südlichen Afrika in Kenntnis gesetzt werde.
Weil ich bis dahin nicht warten kann, um für ein mögliches Studium in Johannesburg ein Stipendium beim DAAD zu beantragen, habe ich einen solchen Antrag bereits gestern zur Post gebracht.
Ebenfalls abgegeben habe ich meine Hausarbeit zum Nachweis der frühesten Ausbreitung des Menschen aus Afrika, obwohl ich sie gerne noch ein paar Wochen in der Schublade hätte liegen lassen, um anschließend noch einmal mit klarem Geist darüber zu lesen.
Dass dies nicht möglich ist und auch der DAAD-Antrag bereits jetzt abgeschickt werden musste, liegt an den voll ausgebuchten nächsten fünf Wochen. Zunächst bin ich ab Montag für zwei Wochen in Skandinavien (Schweden und Norwegen) auf Exkursion und anschließend für mindestens drei Wochen bei der Ausgrabung des aurignacienzeitlichen Siedlungsplatzes Breitenbach in Sachsen-Anhalt. Fünf ausgeplante Wochen, auf die ich mich allerdings durchaus freue.
Bis dahin sollte dann auch bezüglich Südafrika mehr Klarheit herrschen. Nach wie vor gilt also: Ich bin gespannt.
13. Juli 2009
Keine große aber eine wichtige Neuigkeit: Nach einigen Wochen Stille aus dem südlichen Afrika kam nun die Bestätigung per eMail, dass meine Bewerbung angekommen ist und ich auf correspondence warten soll. Das beruhigt mich jetzt jedenfalls erstmal.
25. Juni 2009
… ich bin ja nur neidisch. Aber nicht auf eine bösartige Art und Weise. Eigentlich freu ich mich ja. Aber schon irgendwie schade, dass manch anderer sein Leben lang Erde umgräbt und Nick Conard einfach nur ein bisschen in seiner Höhle kehren muss (Nein, auch das trifft natürlich nicht wirklich zu.): Vor kurzem erst die Elfenbeinplastik [Nature|Uni Tübingen] und jetzt eine neue Knochenflöte!
Nature-Artikel: New flutes document the earliest musical tradition in southwestern Germany
Pressemitteilung der Universität Tübingen: Früheste Musiktradition in Südwestdeutschland nachgewiesen
Ich bin entzückt, bitte mehr davon!
20. Juni 2009

This is a stone circle located in the town of Kenmare, Co. Kerry, Ireland, which I’ve visited in 2007. Unfortunately there is a fence around it so I could only capture a part of it. But see The Megalithic Portal, Megalithomania or Stone Pages for more details.
P.S.: Just testing including picture-links, etc.